Kommunistischer Widerstand im 3. Reich 10

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. Nach der Verhaftung der von John Schehr geführten Inlandsleitung mit den Bezirkssekretären Hans Fladung (Sachsen) und Lambert Horn (Berlin) im November 1933 verlagerte sich die Führung der KPD immer mehr ins Ausland. Ende 1933 versuchten Herbert Wehner und Wilhelm Kox die Verbindung zwischen Exil und Widerstandsarbeit im Reich aufrechtzuerhalten, Anfang 1934 stieß Philipp Daub dazu [18] . Dies erwies sich aber wegen der fehlenden Verbindungen, der andauernden Verhaftungen und rivalisierender Auffassungen zunehmend als unmöglich. Als Otto Wahls im April 1934 nach Berlin geschickt wurde, um die Führung der Landesleitung zu übernehmen, protestierten Daub, Kox und Wehner gegen diesen Eingriff „von oben“ und wurden daraufhin im Sommer 1934 ins Saarland gesandt [19] . An ihre Stelle traten Adolf Rembte und Paul Merker sowie Werner Eggerath, der Ende 1934 festgenommen wurde. Wahls und Merker ersetzte man im Frühjahr 1935 durch Robert Stamm und Max Maddalena. Stamm, der im Juli 1932 als Abgeordneter im Wahlkreis Weser-Ems in den Reichstag eingezogen war, auch im November 1932 und am 5. März 1933 gewählt wurde, hielt sich bis Ende März 1933 illegal als Polleiter in Bremen auf. Anfang April 1933 verließ er Bremen, ging nach Berlin, traf sich mit Walter Ulbricht und Hermann Schubert und wurde als ZK-Instrukteur für den Bezirk Hannover eingesetzt. Nach einigen Monaten abberufen, übernahm er nach einem Treffen mit Herbert Wehner die Leitung der illegalen Bezirksleitung (BL) Berlin-Brandenburg. Im Oktober 1934 reiste er nach Saarbrücken, anschließend nach Moskau und geriet hier in die Fraktions-Auseinandersetzungen im Politbüro. Er wurde beauftragt, zurück nach Berlin zu reisen, um die neue Linie der Einheitsfront im Parteibezirk Berlin-Brandenburg durchzusetzen. Am 3. März 1935 in Berlin eingetroffen, begann er mit Adolf Rembte, Max Maddalena, Käthe Lübeck und Walter Griesbach eine neue Inlandsleitung aufzubauen [20] . Er sollte am 28. März 1935 zur Berichterstattung nach Prag kommen, wurde jedoch einen Tag zuvor mit Maddalena, Rembte, Lübeck und Walter Griesbach festgenommen und grausam gefoltert. Am 4. Juni 1937 verurteilte ihn der Volksgerichtshof zum Tode, am 4. November 1937 wurde Robert Stamm in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

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