Kommunistischer Widerstand im 3. Reich 1

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Der Kommunistische Widerstand war von Anfang an ein aktiver Widerstand gegen den Nationalsozialismus und galt als Fortsetzung der politischen Opposition aus der Weimarer Republik.

Die Politik der Kommunistischen Partei (KP) trug in Form der “Sozialfaschismustheorie” zur Unterschätzung der Gefahr durch den Nationalsozialismus bei, da bereits die Präsidialregierung als faschistisch galt und auch die Sozialdemokratie als Träger des “Sozialfaschismus” galt und somit zum politischen Hauptgegner wurde. Eine gemeinsame linke Opposition gegen die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde somit unmöglich.

Da die Kommunisten, der Leitlinie ihrer Partei folgend, in der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler nur eine neue Form des Faschismus als höchster Stufe des Kapitalismus sahen, glaubten sie, auf den Aufbau eines illegalen Netzwerks verzichten zu können.

Nahezu gleichzeitig mit dem Beginn der formellen Herrschaft des Nationalsozialismus hatte die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) in einem zur reichsweiten Verbreitung vorgesehenen Flugblatt zum „Massenstreik“ aufgerufen (die Kommunisten skandierten „Fort mit Hitler). Da von 300 000 KPD-Mitgliedern etwa 250 000 arbeitslos waren, konnte mit diesem Streikaufruf so gut wie keine Wirkung in den Betrieben erzielt werden. Ausser bei dem Mössinger Generalstreik. Er gilt als der deutschlandweit einzige Versuch, die Machtübernahme Adolf Hitlers am ersten Tag nach dessen Ernennung zum Reichskanzler (30. Januar 1933) durch einen Generalstreik zu vereiteln.

Doch der immer stärker werdende Druck ihrer Verfolger erzwang wenige Tage später doch die Überführung der Parteiarbeit in die Illegalität.

Dieser Prozess war indes noch nicht abgeschlossen, als der Reichstagsbrand die Situation verschärfte. Der Kommunistische Widerstand wurde ab dem 30.03.1933 radikal verfolgt und in die Illegalität gedrängt, was in dieser Form die Parteiführung der KP überraschte. Der Reichstagsbrand führte zu weiteren Verhaftungen und zerschlug damit die Führungsebene, die Pressebereiche und die Strukturen der Partei, was einen organisierten Widerstand unmöglich machte.


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