Karls Familienleben 2

Aus openPunk
Version vom 1. September 2021, 11:50 Uhr von Cris (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Friedelehe? Friedelehen wurden – im Gegensatz zur Muntehe – aus freien Stücken zwischen den Partnern geschlossen. Gegenseitige Liebe stand dabei im Vorder…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Friedelehe? Friedelehen wurden – im Gegensatz zur Muntehe – aus freien Stücken zwischen den Partnern geschlossen. Gegenseitige Liebe stand dabei im Vordergrund. Familien, Sippen oder Kirche hatten hier nichts zu melden – was den Kirchenleuten nicht gefiel und sie veranlasste, gegen die ihrer Meinung nach illegalen ehelichen Gemeinschaften vehement zu kämpfen.

Karls Frauengeschichten in chronologischer Reihenfolge Am Anfang seine Jugendliebe Die erste Ehefrau hieß Himiltrud. Ab 767 lebte Karl mit seiner Jugendliebe, Tochter eines Heerführers der „Scara franzisca“ (-> „Heiligen Schar“), in einer so genannten Friedelehe. Aus dieser Verbindung stammt der Sohn Pippin der Bucklige (etwa *770/772 bis °811). Auf Betreiben von Karls Mutter Bertrada, musste Himiltrud 769 den Hof verlassen, weil Karl aus politischen Gründen Desiderata, die Tochter des Langobardenkönigs Desiderius, heiraten sollte. Himiltrud ging mit dem gemeinsamen Kind Pippin dem Buckligen ins Kloster St. Denis, nördlich von Paris.

Die zweite Hässlich wie die nacht Karls zweite und dicke Ehefrau war Desiderata, Tochter des Langobardenkönigs Desiderius. Diese Frau (von der nicht bekannt ist, ob Desiderata tatsächlich ihr richtiger Name war) konnte Karl von Beginn an nicht leiden. Schon die Hochzeitsfeier 769 ließ der Arme freudlos über sich ergehen. Er fand sie, trotz üppiger Mitgift, potthässlich, spröde und plump. (Da sieht man das Madonnas Zitat Madonna (Sängerin, 1958) Geld macht schön nicht stimmt Geld nicht immer schön macht) Außerdem kränkelte sie dauernd. Als Karl erfuhr, dass Papst Stephan III. mit ihrem Vater, dem Langobardenkönig Desiderius, paktierte, betrachtete er das als Vertragsbruch und entschied, Desiderius bloßzustellen. Wie? Nun, indem er Desiderata samt deren Gefolge und Mitgift zurück nach Pavia zu ihrem Vater schickte – was einem ungeheueren Affront gleichkam. Kinder aus dieser Beziehung gab es keine. Na klar, wie auch?

hier geht es weiter